Die Kreuzwegbilder wurden 1778 erworben. Die dritte Station schuf der Porzellanmaler Johann Hüttner, die vierzehnte der Kunstmaler Anton Hölperl, beide aus unserem Heimatort. Die wunderbaren Schnitzereien stammten aus dem Grödnertal in Südtirol.
Die Kanzel am Nordpfeiler des Triumphbogens aus dem Jahre 1785, ein Werk des Elbogner Bildhauers Wildt, stellt einen barocken Kanzelbau mit freier Stiege dar. Die Außenseite der Kanzel schmückt in der Mitte ein Reliefemblem mit der Darstellung „Der Christusknabe lehrt im Tempel". Am Sockel der Brüstung sieht man St. Petrus und St. Paulus in sitzender Haltung, am Schalldach der Kanzel neben musizierenden Putti das Wappen der Stadt. Dieser Neubau trat an die Stelle der alten, im Jahre 1666 von der Schlaggenwalder Gewerkschaft gestifteten Kanzel.
Den schönen Taufstein spendeten im Jahre 1581 die „erbarn" Bürger Johann und Sebastian Köppl. Der Deckel und die krönende Statuengruppe „Die Jordanstaufe" werden ebenfalls Johann Wildt aus Elbogen (um 1780) zugeschrieben.
Den Weihwasserbrunnen neben dem Seiteneingang bildet eine Steinskulptur aus der ersten Hälfte des 16. Jhs. Die Kirchenbänke, deren Seitenteile plastisch verziert sind, baute man anläßlich der Kirchenrenovierung im Jahre 1785 ein.
Zu Weihnachten stand über dem Altar eine wunderschöne Krippe mit lebensgroßen Figuren. Sie stammten aus der ersten Hälfte des 19. Jhs. mit den dazugehörenden Gewändern in alter Tracht.
Als jüngster Anbau ist die im 18. Jh. entstandene Eingangshalle auf der Nordseite anzusprechen, die sich nach den Seiten in Kapellenräume öffnet: auf der einen Seite das Heilige Grab und gegenüber eine wertvolle Bildhauerarbeit „Christus am Ölberg".
Im Erdgeschoß des Turmes befindet sich die Ölbergkapelle, eine Ölberggruppe aus der Zeit um 1500. Sie besteht aus dem knieenden Christus (1,53 m hoch), dem Apostel Johannes (1,25 m hoch), St. Jakobus, in die „Paenula" (Reisemantel) gehüllt (1,23 m), und St. Petrus (1,13 m), schlafend, das Haupt auf den rechten Arm gestützt.
Das Äußere der Dekanalkirche entspricht dem Innenbau:
Aus stark betonten Strebepfeilern und schmalen, hohen, schön gemalten Fenstern, die in jedem Zwischenfeld gegliedert sind, baut sich mit polygonalem (vieleckigem) Chorabschluß die lange gotische Apsis (halbrunde Altarnische) auf.
Zum Kirchenschatz gehören noch an älteren Goldschmiedearbeiten eine barocke Monstranz, eine getriebene Arbeit, Silber vergoldet, 0,72 m hoch. Im Strahlennimbus sind Engelsköpfe verteilt, oben als Krönung: Gottvater mit der Weltkugel. Am Rahmenwerk befinden sich die Leidenswerkzeuge, den breiten Fuß ziert ein Trauben- und Ährenmotiv mit vier Kartuschen (Laubwerk, Zierwerk). Ihre Einlage bilden vier farbige Emailbilder mit der Darstellung der Verkündigung, der Anbetung der Hirten, des Abendmahls, des Gekreuzigten mit Johannes und Maria unter dem Kreuz, versehen mit der Gravur „Ecclesiae Schlaggenwaldensis St. Georgi M. anno 1537".
Außerdem ein Kelch, Silber vergoldet, 0,24 m hoch, aus der ersten Hälfte des 18. Jhs. In der Fassung der cuppa (Schale eines Abendmahlkelches) sind drei Medaillons mit den Bildern St. Johannes Nepomuk, St. Wenzel und eines hl. Bischofs eingearbeitet. Auf dem Kelchfuß erkennt man in drei weiteren getriebenen Plaketten den Erzengel Michael, St. Antonius von Padua und St. Barbara.
Dann ein Kelch in getriebener Arbeit, reich verziert, 0,245 m hoch. In der Fassung der Cuppa sind drei Embleme mit Ähren, Blumenkorb und Weintrauben angebracht. Gleiche, symbolische Ziermotive befinden sich am Fuß zwischen den Kartuschen. Eine enthält ziseliert: Ecclesiae Schlaggenwaldensis fact: 1751.
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