Kirchengeschichte
Die St. Georgskirche
Die Gründung der Stadt – aus vereinzelten Ansiedlungen – kann gegen Ende des 13. Jhs. angesetzt werden.
Laut Pfarrgedächtnisbuch soll schon 1242 eine St. Georgskirche (in „dominanter" Lage) bestanden haben. Vom ursprünglichen Kirchenbau selbst geben keine Unterlagen Kenntnis über den Baubeginn. Nach der Erhebung des Ortes zur Stadt zu Beginn des 14. Jhs. erfolgte die Einrichtung einer eigenen Pfarrei. Am 15. Mai 1357 wurde der Priester Ulrich als Pfarrer bestellt. Die eigentliche St. Georgskirche wird bereits im Jahre 1380 erwähnt. Nach dem „Liber erectionem II. 2" bestand 1380 eine Messestiftung durch Borsso von Riesenburg.
Seitdem auch in Schönfeld die von Burggraf Riesenburg gestiftete Kapelle mit einem Kaplan besetzt war, gab es zwischen den Geistlichen der beiden Städte Reibereien über die Zuständigkeit. Dieser Zustand hielt bis zur Gründung einer eigenen Pfarrkirche in Schönfeld im Jahre 1550 an.
Als die St. Georgskirche, benannt nach St. Georg+), dem „Patron", dem Schutzheiligen der Ritter und Kämpfer, um das Jahr 1500 die Gläubigen nicht mehr fassen konnte, nahm Hans Pflug von Rabenstein auch den Neubau der Pfarrkirche in sein umfangreiches Bauprogramm von Schlaggenwald auf. Der Grundstein wurde 1517/18 gelegt.
Weil für den Bau nicht genug Geld vorhanden war, veranlaßte er, daß die Bergknappen und die wohlgesinnten Bürger Sammlungen veranstalteten. Dazu gewann er auch die Bruderschaften und die Stadtgemeinde. Für die Friedhofsumfassung, die Friedhofsmauer, kam die Stadt allein auf.
Nach dem am nordöstlichen Strebepfeiler der Apsis und an einem „Fenstergewand" des Sakristeibaues angebrachten Baudatum war im Jahre 1520 das Presbyterium samt Anbau fertiggestellt. Erst in den folgenden Jahren wurde der Kirchenbau auch im Langhaus beendet, an dem sich neben einem älteren, übernommenen Bauwerk auch noch spätere Zubauten erkennen lassen.
Im Inneren der Kirche wird am Plafond die Jahreszahl 1525 festgehalten. Die Sakristei war ursprünglich der untere Teil eines mit 1520 datierten Turmes, in dem (bis Ende des 17. Jhs.) eine Wendeltreppe in einen darüberliegenden Raum führte. Ein späterer Umbau zwischen Sakristei und Apsis (Altarnische) öffnet sich als Oratorium (Betsaal) in den Kirchenraum. Anfang des 19. Jhs. wurde die Verbindung vermauert und der Raum der Sakristei angeschlossen.
Nach Fertigstellung der 36 Meter langen und 16 Meter breiten St. Georgskirche stellte Hans Pflug weitere größere Beiträge zur Anschaffung der Kircheneinrichtung, der Glocken und der Orgel zur Verfügung. Die Kirchenglocken wurden 1525 von Andreas Begnitz zu Nürnberg gegossen.
Die Kirche hat Spitzbogengewölbe und wird von fünf hohen, schlanken Fenstern geziert. Der Fußboden ist mit Granitplatten belegt, unter denen sich Grüfte befinden.
Grabplatten neben dem Hauptaltar, der Sakristeitüre, im Kirchenschiff und im Stiegenhaus des Turmaufganges zeigen viele Epitaphien (Epitaph, Epitaphium ist ein Grabmal mit Inschrift an einer Kirchenwand). Die später eingerichteten Kirchenbänke haben einige davon verdeckt.
Epithaphien im Presbyterium der Pfarrkirche: An der Nordwand hängt das Epitaphium
+) Diese Benennung könnte auch damit zusammenhängen, daß der Heilige angeblich Inhaber von Bergwerken war. (LThK, Freiburg, 1960)
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
