Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Zemědělství v hornickém městě

(Arbeitstisch), Werkzeugen für die Sattlerei, einem Kasten für Lederabfälle, einem sog. Rössl (Spannvorrichtung mit Sitzgelegenheit zum Riemennähen), ferner in eine Wohnecke mit Bank, Tisch und vier Stühlen und in einen Küchenbereich mit gemauertem Ofen, der einen gekachelten Aufsatz, „Hofm u Räihā", also Wasserschiff und Backröhre, besaß. Daneben standen zwei Wasserkannen und ein Geschirrkasten mit dem „Geschirrahmlā" für die „Kaffeetipplā", und ein kleiner Wandhalter für verschiedene Gewürze nebst einer Salzmesse vervollständigte die Ausstattung. Diesen Raum beleuchtete eine 25-Watt-Glühbirne, deren Stromverbrauch „pauschal" berechnet wurde.

Die Fenster, im Sommer einfach, im Winter doppelt, gewährten einen Ausblick zum „Kühnhacklplatzlā"; auch Flutbach und Hauptstraße waren voll überschaubar. Jeder Durchgangsverkehr, vor allem der auswärtige von Schönfeld und Lauterbach, wurde aufmerksam registriert. Interesse erweckten immer die schweren Gespanne, Fuhrwerke und Ladungen.

Die beschriebene Wohnstube lag links; ebenerdig gab es noch einen Schlafraum, „Stübl" genannt, sowie eine dunkle „Kuchl", in der die „Ålmāt", ein Vorratsschrank mit rundem Belüftungsblech in der Tür, das Kraut- und Butterfaß und die zum Abrahmen oder Abtropfen aufgestellten Milch- und Sauermilchtöpfe standen. Vom Hausflur aus konnte man den Keller erreichen, in dem die Kartoffeln lagerten. Hausbewohner und Kühe gingen durch dieselbe Tür ein und aus. Der Wohnstube schräg gegenüber lag nach wenigen Schritten der Stall. Er hatte Platz für drei Stück Vieh, meist zwei Milch- und Zugkühe, und neben der Stalltüre für ein Kalb. Der Mist ließ sich durch das Mistloch in der seitlichen Wand nach draußen schieben. „Mistkraal" (Haken) und -gabel standen greifbar in der Nähe. Durch einen Abflußkanal im Boden, „Åchzāt" geheißen, floß der „Odel" (Jauche) fort. Neben der Stalltür stand im Hausgang der „Holmkåsten", auf dem im Winter die „Duāschn" (Futterrüben) gemahlen und mit „Holm" (Häcksel) vermengt wurden. Im Sommer lagerte frischer, duftender Klee im Hausgang. Die Kühe fraßen ihr Futter aus steinernen „Boārn" (Trögen) und zogen Heu oder Grünfutter aus der „Raff" (Raufe, Futtergitter). Küchenabfälle, „Kniādlsuppm" (stärkereiches Knödelkochwasser), Kleie und etwas Viehsalz ergaben, in großen „Holzschafflān" zubereitet, „ās Tränk" (Getränk). Ein kleines Fenster ließ nur wenig Licht in den Stallraum.

Weiter hinten im „Haus" führte eine Holzstiege zum ersten Stock, unter der die „Duāschn" lagen. Oben befand sich eine zweite Wohnung.

An vielen Schlaggenwalder Häusern waren Wände und Giebel, wie in Gebirgsgegenden häufig üblich, ganz oder teilweise mit Brettern verschalt. Zur Hofseite hin besaßen sie des öfteren im ersten Stock einen offenen Gang, auf dem die Hausfrau die Wäsche trocknen ließ und die Betten zum Lüften hinaushing. Dort konnte man auch die „Bandlbloān" (Fleckerlteppiche) ausklopfen, Zwiebeln aufhängen und nach dem Wetter schauen. Im Winter wurde dieser Gang wegen des Schneetreibens mit Holzverschlägen verschlossen. Noch weiter oben schlossen sich der Heu- und Getreideboden (Körner) an. Am „Buān" stand auch die Holmmaschine mit zwei großen Messern am Schwungrad und einer Handkurbel zum „Leiern", und am Gebälk hingen mehrere „Drischln" (Dreschflegel). In der Giebelseite ließ sich ein mannshohes Türl öffnen, durch das Heu und Grummet nach oben gezogen wurden.

Die Dächer waren mit Schindeln gedeckt und mit einer Lage Dachpappe versehen, die man von Zeit zu Zeit mit Teer streichen mußte. Im kleinen Hinterhof befand sich ein „Schupfm" für Pflug und Egge, Schleifstein und Schnitzbank, Leitern vom abgebauten Leiterwagen und sonstiges Zubehör. Daneben behauptete ein alter Birnbaum seinen Platz.

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