Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Zemědělství v hornickém městě

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heute. Die Aufzeichnungen in den Hauskalendern enthielten darüber wenig und bezogen sich meistens nur auf das Allernotwendigste. So trug man z.B. ein unter dem 18. März: „Gans angesetzt (11 Eier)"; 6. April: „Letzte Durschn"; 8. April: „Starkes Gewitter um 4 Uhr nachmittags"; 9. Juni: „Alte Scheck krank"; 16. Juli: „Letztes Heu eingefahren"; 26. Juli: „Getreide gefahren"; 10. August: „Letztes Korn eingefahren (11 Wagen)"; 26. September: „Kalbin zugelassen"; 6. Oktober: „Kartoffel gegraben (27 Zentner)"; 31. Oktober: „Letzte Durschn geholt"; 10. November: „Erster Schnee".

Da sich die damaligen Lebensverhältnisse nach mehr als 45 Jahren nur noch an einem Beispiel anschaulich und glaubhaft beschreiben lassen, soll im folgenden das Haus „Ubl" stellvertretend für alle anderen stehen.

Großvater Josef Ubl (1877–1957) stammte aus dem Ubl-Haus Nr. 298, in dem seit vielen Generationen Weiß- und Lohgerberei betrieben wurde. Sein Bruder Anton (1875–1963) übte als letzter dieses Handwerk aus. Häute von Schafen, Ziegen, vom Reh, Marder, Fuchs, Iltis, Kaninchen und Bisamratte verarbeitete er zu wärmenden Fellen und Bettvorlegern, Rinderhäute zu Leder für Schuhe, Stiefel und Riemen. Schon die Vorväter Wenzl (geb. 1843), Anton (geb. 1808) und Urahn Johann Josef Ubl (geb. 1760) betätigten sich als Gerber.

Josef Ubl war Sattler und Tapezierer. Er lernte in Hartenberg, verbrachte als Geselle drei Jahre auf der Wanderschaft in Schwarzenberg in Sachsen, in Coburg, Plauen und Leipzig. Er verstand Stirnblätter, Kummete und Kummetleiber, Halfter, Zügel, Halskuppeln und Seitenblätter herzustellen. Er füllte Matratzen mit Stroh, Werg, Afrik (baumwollähnliches Naturprodukt), Seegras und Roßhaar, nähte mit langer Nadel die Ränder ab und überzog Sessel, Stühle und Kanapees mit starken Bezügen. Für Reparaturen von Geschirren der Brauerei-, Frächter- und Fabrikgespanne war er der zuständige Handwerker. Alle Dinge, die er in die Hand nahm, gerieten massiv, fest und unverwüstlich. In seinen Preisforderungen war er eher zurückhaltender, als er es hätte sein müssen. Sein Qualitätsverständnis empörte sich gegen billige Massenartikel.

Im Jahre 1901 heiratete er ins Nachbarhaus Nr. 299 beim Josef Petschner ein. Dieser war Schuhmacher und Eigentümer von 1 ha 38 a Äcker, Wiesen und Hutweiden auf den Kapellenfeldern, in der Behnerloh, auf der Kiefernspitze und auf der Huberhöh'. Im Stall stand eine Kuh.

Die Tochter Anna (1867–1947) wurde die Frau des Sattlers. Josef und Anna Ubl hatten zwei Töchter: Anna und Theresia (1903/1907–1980). Anna heiratete 1925 den Schlosser Karl Rippl (1899–1976), der von daheim Felder „Auf der Donnã" mit 1 ha 57 a einbrachte. Theresia ehelichte 1927 den Zuckerbäcker Wenzel Jakob aus Nallesgrün und zog aus dem Haus.

Zusammen bearbeitete die Familie, einschließlich der Ubl-Felder, etwa sechs Hektar Grund, fütterte zwei bis drei Stück Vieh, zwei Schweine und hielt dazu eine Zeitlang Ziegen sowie einige Gänse. Zur Heu-, Getreide- und Kartoffelernte wurden Taglöhner genommen. Es gab Zeiten, da war die Ubl-Resi als verläßliche Arbeitskraft bei allen Feldarbeiten dabei.

In den nächsten Jahren sprangen fünf Enkelkinder durchs Haus, die – unterschiedlich willig und geschickt – für bestimmte Arbeiten herangezogen wurden: Wiesen abräumen, Steine klauben, Bänder legen, Heu schoppen, bei den Kühen stehenbleiben, Klee, Heu und Getreide abladen, nachrechen, Heuwenden, „Schöpp" (Kartoffelstöcke) ziehen, Kartoffeln und Rüben abladen.

Das Haus der Schlaggenwalder „Ackerbürger" umfaßte Wohnung, Werkstatt und Stall unter einem Dach. Dreigeteilt war auch die Wohnstube in Werkstatt mit großer Tafel

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