Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Od těžby cínu k výrobě porcelánu

Aktiengesellschaft beigetragen haben. Ein Teil der Belegschaft verlor den Arbeitsplatz. Der Verlust der Firma im Jahre 1935 ging in die Millionen, die Verschuldung nahm zu. 1935 übernahm Roman von Czjžek die Leitung. Trotz der äußerst schwierigen Lage wurde das Werk weiter reorganisiert, und allmählich gelang die Umschuldung. Der Absatz nach den Vereinigten Staaten entwickelte sich günstig. Er erreichte etwa 25% des Umsatzes und in wenigen Jahren die dreifache Summe des Jahres 1934.

Freudig und hoffnungsvoll wurde der Anschluß des Sudetenlandes an das Deutsche Reich begrüßt. Der Verlust aus dem groß angelegten Amerikageschäft dämpfte indes die Erwartungen. Zudem vernichtete unglücklicherweise ein Großbrand wenige Tage nach dem Anschluß den besteingerichteten Werksteil, nämlich die oberste Dreherei und Gießerei, wodurch bedeutende Aufträge nicht ausgeführt werden konnten. Trotz dieser Heimsuchung arbeitete die Firma in diesem Jahr wieder ohne Verlust.

Die niedergebrannten Gebäudeteile wurden unter Umstellung auf die geänderten Absatzverhältnisse besser und moderner wieder aufgebaut. Neue Arbeitsmethoden brachten den Drehern und Gießern, den Brennhausarbeitern und Malern sowie auch allen Arbeitern der Nebenbetriebe, von der „Massamühle" bis zur Expedition, nicht nur arbeitsmäßige Vorteile, sondern auch wesentlich höhere Löhne. Wegen Überschreitens der oberen Tarifgrenze wurden diese sogar vom „Treuhänder der Arbeit" (eine Aufsichtsinstanz aus dem Dritten Reich) beanstandet.

Die auch nach dem Anschluß fortgeführte Entschuldung ging nun immer schneller voran.

Zu bald jedoch störte der Zweite Weltkrieg die gerade in einem Mittelstadium befindliche Aufbauarbeit. Viele Betriebsangehörige wurden zum Wehrdienst eingezogen, der Mangel an Arbeitskräften machte sich immer mehr bemerkbar, und für große Bauten war keine Bewilligung zu bekommen.

Das Jahr 1942 brachte noch einmal Firmenleitung und Belegschaft zum 150jährigen Bestandsjubiläum zusammen. Diese Feier blieb für viele unvergeßlich. Aus aller Augen strahlte die Freude, in einem offensichtlich wieder gesicherten Werk eine Arbeit leisten zu dürfen, die ihre Anerkennung fand, und „wie sehr auch Vertrauen und Verstehen anstelle des früheren Mißtrauens getreten war" (Roman v. Czjžek, Wien, „170 Jahre Schlaggenwalder Porzellan").

Gesichert aber war noch nichts! 1945 kam der große Zusammenbruch und zerstörte, was schon geleistet worden war und was noch geleistet werden sollte.

Die Firmenleitung hatte große Absichten. Am oberen Ende des Werkes, annähernd dort, wo das Hotel stand, waren eine neue Massamühle (Massemühle) und daran anschließend Dreherei und Gießerei nach modernsten Gesichtspunkten geplant; die Pläne lagen bereits in der Fabriksleitung. Sie sahen das Brennen im Rundofen vor; der vorgesehene Bau eines Tunnelofens hatte schon viele Sympathien erworben. An Stelle der Gebäudeteile unterhalb des alten Bürohauses sollte ein moderner Bürobau mit großem Musterlager entstehen. Neben diesem war auch an ein modernes Gefolgschaftshaus inmitten einer Parkanlage gedacht. Die Umwandlung der alten Baulichkeiten jenseits des Flutbaches, wo der Fabrikbetrieb im Jahre 1792 begonnen hatte und dann Buntdruckerei und Ätzerei untergebracht waren, in einen kleinen Schaubetrieb war ebenfalls vorgesehen. Dort sollte den vielen Kurgästen aus Karlsbad und all den anderen Besuchern, die vom Rufe Schlaggenwalds und seiner schönen Landschaft angezogen wurden, die Erzeugung von Porzellan vorgeführt werden, ohne den Betrieb zu stören.

Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus ihrer Heimat im Jahre 1946 brachte den Niedergang des Unternehmens auf dem Boden seiner Gründung. Die Stillegung der

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