Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Oživení a útlum hornictví od roku 1914 – dvacet let české nadvlády (1918–1938)

Der Bergbau von 1939 bis 1945, der Zweite Weltkrieg**

Im einzigen Friedensjahr zwischen dem Anschluß und dem Beginn des 2. Weltkrieges am 1.9.1939 belebte sich die Wirtschaft auch bei uns zusehends, und die Arbeitslosigkeit ging rasch zurück.

Mit Ausbruch des Krieges wurden alle Arbeiten im Bergbau eingestellt. Die englische Zeche „Wilhelmsschacht" verfiel der Beschlagnahme, und die Fa. Krupp traf Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Bergarbeiten. Auch Ing. Karl Prosch mußte seine Bergbaurechte abtreten, um die Planung einer Neuanlage, der größten Europas, zu ermöglichen. Im Jahre 1940 wurden alle Schachtanlagen zu einem Großbetrieb „Egerländer Erzbergbau GmbH" zwangsweise zusammengeschlossen. Die große Aufbereitungsanlage entstand auf der Huber Höhe. Bei der Aufarbeitung anfallende Abgänge (Sand) wurden im Wiesental bis fast an das Seifertsgrüner Viadukt hin abgelagert, füllten allmählich das ökologisch schöne und wertvolle Tal und löschten es aus.

Im Jahre 1943 nahm die eine Hälfte der Aufbereitungsanlage ihren Betrieb auf, die andere Hälfte war bei Kriegsende noch nicht fertiggestellt.

Gewissermaßen als Nebenprodukt der Großanlage erhielten die Aufbereitung (und die Huber Höhe) eine Trinkwasserleitung und die Brauerei Schlaggenwald eine neue Wasserleitung.

Der Bergbau beschäftigte bis zum Jahre 1946 etwa 400 Personen, darunter viele Gefangene und Zwangsarbeiter.

Der Erzbergbau in der ČSSR nach 1945/46

Die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (ČSSR) erklärte 1945/46 auch die Bergwerke zu ihrem Eigentum. Nach und nach nahmen die Schachtanlagen den Betrieb wieder auf. Die nach der Vertreibung der einheimischen Bergleute fehlenden Fachkräfte ließen sich durch Einsatz tschechischer und slowakischer Arbeiter sowie von Angehörigen anderer Nationen nur unzureichend ersetzen. Auch Strafgefangene und aus politischen Gründen Inhaftierte konnten die Lücken kaum schließen.

Die erzführenden Lagerstätten am östlichen Rande des Kaiserwaldes bergen durchaus noch abbauwürdige Erze, wie Eisen, Kupfer, Molybdän, Schwefelkies (Pyrite), Wolfram und Zinn, von zahlreichen anderen Mineralien, auch Edel- und Halbedelsteinen, ganz zu schweigen. Unsere Fachleute schätzen die nutzbaren Mineralien auf wenigstens 30 Millionen Tonnen Roherz.

Und noch ein Schwermetall ruhte im Schoß unserer Erde: Uran! Unter dem Gestein, das zutage gefördert wurde, befanden sich auch schwarzglänzende, schwere Brocken, für die man keine rechte Verwendung hatte. Niemand ahnte, daß diese schwergewichtigen Erzbrocken einmal mehr begehrt sein würden als Gold. Die Bergleute des Mittelalters hatten eine gewisse Scheu vor diesem dunklen und schweren Erz, dem sie eine geheimnisvolle Kraft beimaßen. Kreuzte es die Adern, die sie gerade abbauten, dann schürften sie es vorsichtig aus und vergruben es im Berg, damit es die edlen Erze nicht verderbe. Es bringe Unglück, sagten sie; daher der Name „Pechblende". Die alten Bergleute hatten mit ihrer Ahnung recht, die Pechblende brachte Unglück. Ritzte man mit einem Eisennagel die schwarzglänzende Fläche, der Strich blieb schwarz. Dies ist das untrügliche Erkennungsmerkmal, daß es sich um Pechblende handelt. Bei jedem anderen Gestein würde der Strich weiß oder grau.

Dieses unscheinbare Erz enthält als Uranoxyd das Schwermetall Uran.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Atomkraft eine so wichtige Rolle zu spielen begann, wurde das Uran zum begehrtesten und wertvollsten Metall der Welt. Bei der fieberhaften

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