Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Ráz obce a stavební sloh – Horní Slavkov, město krásných domovních vrat

Bei der Gliederung der Hauswand und in der Plangestaltung zeigt sich das Schlaggenwalder Bürgerhaus im Stil der Renaissance, bringt Einzelheiten in der Architektur, die an sächsische Bergstädte und an den reichen Baustil Nürnberger Patrizierhäuser erinnern, und glänzt noch in den Zierformen der Gotik.

Besonders in der Ausstattung der künstlerisch betonten Hauspforten wechseln beide Stilarten, deren Abwandlungen man bis zum späten Barock verfolgen kann.

Zum älteren Baubestand aus der ersten Hälfte des 16. Jhs. gehört vor allem das Herrenhaus der Pflug von Rabenstein an der Hauptstraße Hs.Nr. 497, ein sog. Pflughaus, später auch „Steinberg-Haus" genannt. Die baulichen Veränderungen beschränkten sich außen auf die Entfernung eines Bogenfensters im Erdgeschoß, den Einbau eines Ladenportals und einen kleinen Anbau im Hofraum. Zur äußeren Architektur zählen die nach Nürnberger Vorbild gestalteten Blendarkaden an den Giebeln und Seitenmauern, die bis heute erhalten geblieben sind. Der Schmuck der Hauswand zur Straße findet seinen besonderen Ausdruck im prächtigen Portal. Die Pfeilernischen zu beiden Seiten des Eingangs sind nur angedeutet. In den Zwickeln zwischen dem Rundbogen und der Türrahmung sind Porträtmedaillons in zeitgenössischer Tracht als Füllungen angebracht. Ein mit Palmetten (= palmblattartig) gezierter Rahmen steht auf dem Sims und trägt die Inschrift: Pflughaus 1510–1512.

Auch das Gebäude mit der Hs.Nr. 214 gegenüber dem Abfaltergäßchen, unter dem Namen „Pohl-Haus" bekannt, gehört in die Gruppe der Pflughäuser und stellt als Wohn- oder Gewerkehaus aus der Zeit um 1500 vermutlich sogar das älteste seiner Art dar. Seine Fassade ziert eine prachtvolle gotische Hauspforte: strenger, spitzbogiger Rahmen mit aufsteigenden, geraden Stäben, die das Profil des Bogens schneiden. Den übrigen Torschmuck bestreiten Nischen mit Dach und Sitzkonsolen auf zierlichen, gedrehten Füßen.

Den langgestreckten Marktplatz säumen zu beiden Seiten stilvolle Bürgerhäuser mit auffälligen Portalen, die Schlaggenwald den Beinamen „Stadt der schönen Haustore" einbrachten. So sind u.a. zu nennen

Hs.Nr. 4 (März-Haus, früher „Weber-Haus"), erbaut um 1500, zeigt ein breites, gotisches Spitzbogenportal;

Hs.Nr. 6 (später „Gasthof zur Krone"). Rundbogige Hauspforte mit Sitznischen. An diesem Haus hat sich das letzte Beispiel eines Renaissance-Erkers als beschauliches Kleinstadtmotiv erhalten.

Das Nachbarhaus Nr. 7, die ehemalige Apotheke, erhielt durch Umbau eine abwandelnde Architektur mit überladenem Zierat im Stile der sog. Sezession, das nächstfolgende Nr. 8 eine Fassade im sog. Schweizerstil;

Hs.Nr. 50 mit Renaissance-Portal und profiliertem Rundbogen sowie Sitznischen;

Hs.Nr. 52, das nach einem Nürnberger Gewerken benannte Niedermann-Haus gegenüber dem Rathaus. Renaissancebau aus dem Jahre 1536, zweistöckig wie die Pflughäuser, der die geschlossene Zeile überwiegend einstöckiger Markthäuser überragt, mit Seitengiebeln, in die in sechs Reihen übereinander ebenfalls Blendarkaden eingelassen sind. Rundbogenportal mit Sitznischen. Verlorengegangen sind dem Haustor zu einem späteren Zeitpunkt die beiden Löwenköpfe mit den Ringen aus Bronze;

Hs.Nr. 55 am oberen Marktplatz (erbaut um 1500) mit einem schönen Haustor. Auch hier herrscht der gegliederte Rundbogen mit angedeuteten Sitznischen in den Pfeilern vor, die nur als Ziermotiv verwendet sind; Rahmen mit Gesims und Fächerpalmette als Bekrönung umschließen das Portal. Zwischen den beiden Medaillons der ersten Besitzer in der Tracht aus der Zeit Karls V. weist ein Wappenschild mit Krug auf einen Zinngießer als Erbauer des

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