An meine Krudum-Heimat
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Vánoční dopis z Vídně milované domovině

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vielen Verdienst kam. In der Vakanz aber da blühte mein Weizen. Ich betrieb zusammen mit meinen Geschwistern und der guten Muhme Annamarie einen schwunghaften Beerenhandel: Brombeeren, Preißelbeeren, Heidelbeeren, das Seidel zu einen Kreuzer für Private, für Wiederverkäufer in der Stadt aber lieferten wir drei Seidel um zwei Kreuzer und noch billiger. Es war wohl mitunter ein mühseliges und manchmal sogar kummervolles Geschäft, wenn die Beeren hie und da keinen Absatz mehr finden konnten und wir sie am Abend in bitterer Kümmernis den Vögeln des Himmels am Straßenrande preisgaben, um sie nicht wieder den steilen Berg hinauf und soweit heimwärts schleppen zu müssen. Das kam aber gottseidank nur selten vor, sodaß ich im Herbste jedesmal einen recht ansehnlichen Vorrat von Kreuzern in meiner Sparbüchse beisammen hatte. Aber wie gewonnen, so zerronnen, das Glück hatte mich übermütig und verschwenderisch gemacht, ich konnte die gesammelten Schätze nicht beisammenhalten. Nur allzu oft, wenn ich in der Mittagspause auf der Schulbank mein Mahl hielt, lief ich schnell zur Hessenrosl hinab und holte mir für einen Kreuzer einen guten Apfel oder eine saftige Birne, die ich mir dann kunstgerecht auf mein gutes Hausbrot hinaufschabte. Das geschah allemal dann, wenn die liebe Mutter bei eingetretener Schmalheit im Haushalt kein Butterstückerl in das Brotkainzl hineingedrückt hatte. Aber der Obstbrei tats auch und mundete herrlich und half mir jahrelang bis zum Abend hinüber, wo ich dann nach meiner Heimkehr von der Schule mit meinen Lieben allen um den großen Tisch herum beim dampfenden Milchsuppen- oder Erdäpfelmahle mich weidlich entschädigen konnte, obwohl ich durch mein Schlemmerleben die aufgestapelten Gelder nach und nach so ziemlich wieder verausgabte — außer bei der Hessenrosl war ich nämlich auch gleich daneben beim Pfefferküchler Stammgast, wo mir um meinen obligaten Kreuzer jedesmal eine Düte voll „Zuckerbrösel" aus den Abfällen der herrlichen Pumpernickel verabreicht wurde — so sind mir trotz dieser lukullischen Anwandlungen zur Weihnachtszeit jedesmal doch noch soviele Kreuzer übrig geblieben, daß ich damit königliche Prunkfeste veranstalten konnte. Glaubt mir's, liebe Heimatsgenossen, das kleine Bäumlein in

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