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meinem Heime hier eine Stubenecke, wo neben anderen Heimatzeichen mein größter Schatz, das herrliche von der Meisterhand Walter Dießens geschaffene Bildnis der Stadt und Burg Elbogen, umrahmt von den Heimatbergen, wie ein Hochaltar aufgerichtet ist, vor dem ich in stillen Stunden meine Heimatandachten verrichte.
An jenem Tage, da mir der Kanzelredner mit seinem Thema „Mit Gott für Heimat und Volk" alle Fasern meines Herzens aufgerüttelt und in Schwingung gebracht hatte, da habe ich auch wieder, wie so oft schon, heiße Tränen vor diesem Wahrzeichen weinen müssen — auch alternde Männer haben mitunter noch solche zur Verfügung — Tränen der Sehnsucht nach der Heimat und ihren Menschen, wohl aber auch des Heimwehs nach der Jugendzeit! Just zur rechten Stunde ist mir damals auch eine Stelle in einem artigen Erbauungsbüchlein vor die Augen gekommen, die ich dieser Weihnachtsepistel nicht vorenthalten kann. „Wen das Leben aus Heimat und Vaterhaus hinausgeführt, der muß draußen schlecht werden, wenn er sich nicht in der Fremde eine Heimatecke einrichtet und sei es auch nur ein Bildchen oder ein Schrein mit Sachen aus dem Vaterhause. Das muß die Station sein, welche die unsichtbaren Kraftwellen der Heimat aufnimmt und in das heimatferne Herz weiterleitet. Sind es Worte, die aus dem Schreine kommen, sind es Hände, Elternhände, die sich sacht und sanft, tröstend und segnend auf die Stirne legen?" — — —
Bin an diesem Abende lange nicht zur Ruhe gekommen und erst als der klare Wintersternenhimmel durchs Fenster auf mein Lager hereinleuchtete, legten sich allmählich die Wogen meiner aufgewühlten Seele und ich entschlief nassen Auges — ein herrlicher Traum trug mich in meine Jugendtage zurück zu all meinen Lieben in Stadt und Dorf, in die liebe alte Realschule zu meinen Kameraden und Lehrern, in meinen verschneiten Krudumwald; das war die trostreiche Verklärung nach dem heftigen Heimwehsturm meiner Seele.
Diesen Teil meiner Weihnachtsbotschaft werden wohl nur jene Heimatsgenossen so recht verstehen und würdigen können, die wie mich das Schicksal der lebenslänglichen Verbannung aus der Heimat getroffen hat; ich
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